Der Modellclub und seine Geschichte

2000

Ein Fliegerlager in Wyhl begann am ersten Tag sehr naß, doch die folgenden sehr schönen Tage entschädigten uns wieder. Die Beteiligung unserer Mitglieder war sensationell, wir besetzten den Flugplatz unserer Freunde vom Adlerteam mit 33 Piloten und rund 80 Flugzeugen.

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Eine große Entrümpelungsaktion wurde mit aktiver Hilfe unserer Mitglieder durchgeführt. Zur Belohnung der fleißigen Mitglieder wird das 2. MCE-Go-Kart-Rennen veranstaltet.

Nach einer Begehung unserer Vereinsräume wurde festgestellt, daß die recht neue Elektroinstallation unzulässig ist.

Auch der Dachausbau erfüllt nicht die Anforderungen an den Brandschutz. Wir stehen im Gespräch mit der Gemeinde zur Erhaltung unserer Vereinsräume und sehen sehr viel Arbeit auf uns zukommen. Einstimmig wurde beschlossen, daß wir gemeinsam auch diese Hürde nehmen werden.

1999

Viele Mitglieder und vor allem unsere gesamte Vereinsjugend war beschäftigt mit dem Bau unseres Vereinsprojektes "Bandit". Angeknüpft haben wir dieses Jahr im Winter wieder an die Tradition der Ausbildung unserer Piloten mit praktischen Wissen um Aerodynamik und Wetterkunde.

Die schönsten Unternehmungen dieses Jahres waren eine Flugtag mit Beobachtung der totalen Sonnenfinsternis und der Ausflug über ein verlängertes Wochenende zu unseren Fliegerkameraden nach Wyhl. Dort hatten wir ein sehr schön gelegenes Fluggelände im Rheintal in der Nähe Freiburgs mit einem Badesee ganz in der Nähe. Das Wetter paßte, kein Flugzeug blieb lange am Boden und hielt sich dafür lange in der Luft.

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Leider mußten wir das Pokalfliegen wieder absagen, die Gründe können Sie erahnen. Wir hatten für den in Frage kommenden Zeitraum einfach kein Fluggelände. Das war in diesem Jahr besonders schade, standen uns doch wegen unseres Projektes so viele gleiche Flugzeuge, wie noch nie in den Jahren zuvor, zur Verfügung. Das wäre besonders für unsere Vereinsjugend eine ideale Voraussetzung gewesen, mit gleichem Gerät zu messen, wer denn nun wirklich der Beste von allen ist.

Sie werden es aber wahrscheinlich schon gemerkt haben, wir geben die Hoffnung garantiert nicht auf. Solange wir auf so viel private Unterstützung durch unsere Mitglieder, so viel sportliche Kameradschaft aller unserer Piloten, so gute Resonanz bei unseren Jugendlichen und so viel Engagement bei einer sehr guten Jugendarbeit bauen können, wird es diesen Verein weiter geben.

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Auch in diesem Jahr war eine Delegation von uns beim Flugtag in Hechingen

1998

Am Tag der offenen Tür zu unserem 25-jährigen Bestehen kamen viele Interessierte und wir haben uns ganz besonders über die Pressemitteilung von Frau Schöbel vom GEA gefreut.

Leider konnten wir dieses Jahr unseren Vereinspokal nicht ausfliegen, weil dies wegen eines fehlenden geeigneten Geländes und bei anderen Vereinen wegen Terminüberschneidungen nicht möglich war. Dennoch hielt uns dies nicht davon ab weitere Projekte zu starten. Unser "Bandit" ist eine moderne Konstruktion mit einem Glasfaser-Rumpf, für die wir eigens eine Form hergestellt hatten. Die Tragflächenkerne sind aus Styropor und mit Balsa- oder Abachiholz beplankt. Das Modell kann als reiner Segler oder auch als E-Segler gebaut werden.

In diesem Jahr rüsteten wir den Verein auch mit einem PC auf. Die Vereinsverwaltung und der Bestand unserer Verbrauchsmaterialien ließ sich jetzt effizienter gestalten. Außerdem haben wir moderne Software zur Berechnung von Flugzeugprofilen und zur Dimensionierung von Antrieben unserer Flugzeuge installieren können.

Ein gespendeter Werkzeug- und Zubehörschrank wurde mit sehr nützlicher und modellbauspezifischer Ausstattung versehen. Dies ermöglicht eine weitere Verbesserung unseres Angebots besonders an unsere Vereinsjugend. Mit Vereinsrabatten und Mengenrabatten für Materialien und Zubehör leisten wir zudem einen Beitrag, die Kosten unseres Hobbys auf einem Niveau zu halten, das "Jeder für Sich" niemals erreichen könnte.

Unsere Freunde in Ofterdingen hatten auch gelegentlich Besuch von uns. Zwei der Modelle Hercules C-130 sind aus unserem Club. Und wenn man genau hinschaut, dann sieht man, wieviel Spaß unsere Vereinsjugend hat.

An Stelle des Fliegens um den Vereinspokal haben wir im Winter einen Wettbewerb auf der Go-Kart-Bahn in Reutlingen veranstaltet.

1997

Es kann jedoch kein Zweifel daran bleiben, daß der MCE sich auf sein kommendes 25-jähriges Jubiläum so ganz ohne Fluggelände nicht richtig freuen kann. Es werden noch einmal Anstrengungen unternommen, das avisierte Gelände und die Entscheidungsträger für den MCE zu gewinnen. Nach unserer Auffassung wurde schließlich alles getan, um Hürden abzubauen und von obersten Entscheidungsinstanzen bestätigen zu lassen, daß unser Vorhaben keine Beeinträchtigung anderer mit sich bringt. Leider war die Diskussion über Funkfrequenzen immer noch ein Thema dieses Jahres, obwohl es schon ausgeräumt war.

Wegen Terminüberschneidungen fanden mehrere Ausflüge auf "halboffizieller" Ebene im In- und Ausland statt. Teilgenommen haben wir im Juni am Flugtag der Kameraden in Erpfingen.

1996

Es gibt leider immer noch keine Aussicht auf ein Fluggelände, weshalb 1996 ein Krisenjahr werden sollte. Noch immer ist weder ein Fluggelände, geschweige denn eine berechtigte Hoffnung darauf vorhanden. Es werden Überlegungen angestellt, den Verein zu schließen, da wir insbesondere unseren Jugendlichen kein attraktives Angebot für eine ortsnahe Ausübung unseres Hobbys machen können. Die Motivation der Aktiven war schlicht und einfach am Boden. Dennoch hielt sich der Club, da die regelmäßigen Austritte und Abwanderung zu anderen Vereinen durch neue Mitglieder und insbesondere jugendliche Piloten kompensiert wurden.

Zur Sanierung der Vereinsräume mußten in diesem Jahr die Mitglieder aktiviert und die Vereinskasse weiter belastet werden. Auch das haben wir geschafft!

1995

Noch immer ist leider kein Fluggelände in Sicht. Nach Begehung unserer Clubräume durch Gemeinde und Feuerwehr werden Maßnahmen beschlossen, die im kommenden Jahr umgesetzt werden sollten. Der Verein hat der Übernahme eines Teils der Kosten zugestimmt und weitere unentgeltliche Eigenleistungen erbracht. In diesem Jahr fiel auch die Entscheidung uns im Deutschen Modellfliegerverband e.V. zu organisieren.

1994

Noch immer ist leider kein Fluggelände in Sicht. Wir beteiligen uns am Dorffest, Tischtennisturnier, gehen wieder nach Österreich zum Fliegen und messen unsere Kräfte mit anderen Vereinen. So wurde unser Vereinspokal beim Reutlinger MC ausgeflogen und der Flugtag in Oberrot besucht.

1993

Herbe Zeiten begannen, als auf unserem letzten ortsnahen Gelände im Gewann Haslach auf der Ebene von anderer Seite die Nutzung unseres Fluggeländes unmöglich gemacht wurde. Niemand hatte damit gerechnet, es schien alles ordentlich und geregelt zu sein. Das Luftfahrtbundesamt, das Regierungspräsidium, sowie untere und obere Naturschutzbehörde hatte dem MCE nach genauer Prüfung aller Voraussetzungen eine offizielle Aufstiegsgenehmigung erteilt. Nachdem ein Pachtvertrag in Aussicht gestellt worden war, wurde mit dem Herrichten des Platzes begonnen. Wenige Wochen später fanden wir einen großen Misthaufen direkt auf unserer Startbahn.

Auch angebliche Frequenzbeeinflussungen mit der Interessengemeinschaft der Achalmflieger konnten eindeutig durch vom Verein bezahlte Messungen von der Bundespost ausgeschlossen werden. Der Pachtvertrag kam leider trotz eindeutiger Klärung dieser Fragen nicht zustande. Dennoch glaubten wir, daß dieser Zustand für einen Verein, der noch nie ein Fluggelände hatte, bald abgestellt sein werde. Die Motivation der Mitglieder war ungebrochen, hatte man doch in diesem Jahr allein 24 neue Modelle gebaut! Und wieder ging es nach Österreich zu den uns sehr lieb gewordenen Wirtsleuten der Familie Stitz in Untermberg.

Eine große Aufräum- und Entrümpelungsaktion schaffte Platz im Clubheim. Der Werkstattraum wurde von uns komplett saniert. Und übrigens, ein weiterer Pokal vom Eninger Tischtennisturnier dieses Jahres konnte unseren Trophäenaltar bereichern.

1992

Ein Teil unseres Clubs hat die schönen Erfahrungen in Österreich noch einmal gemacht und ist wieder hingefahren. In diesem Jahr fällt der Entschluß uns eine vereinseigene Piper PA 18 als Schleppflugzeug für Segler zu bauen.

Damit war man nicht mehr auf einen "Hucke-Pack-Hilfsmotor" zum Starten angewiesen. Das Schleppflugzeug konnte die Segler zur Thermiksuche auf Höhe bringen und mit etwas Glück und Können waren stundenlange Flüge möglich.

1991

Ein großes Ereignis war der Ausflug nach Österreich. Ein paar Bilder zeigen die Begeisterung.

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Mit einem Hucke-Pack-Schlepp geht der Segler auf Höhe

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In Österreich war die Thermik so gut, daß sogar unser Sonnenschirm abhob. Wer die Fernsteuerung hierfür hatte, konnte bis heute nicht geklärt werden. Wer uns nicht glaubt, daß unser Hobby Sport ist, betrachte die Startsequenz dieses Modells sehr genau:

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Mit viel Kraft und Anlauf wird das Modell gegen den Wind ausgerichtet und geworfen.

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Sehr große Konzentration brauchen Pilot und Starter in dieser Situation; das Modell ist wenige Meter über dem Boden und nimmt Fahrt auf.

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Das Modell fliegt und der Starter kann tief durchatmen. Der Pilot kann dies allerdings erst, wenn das Flugzeug nach so einer schönen

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Landung wieder am Boden ist.

Holm- und Rippenbruch wünscht der

Modellclub Eningen unter Achalm e.V.