Aktuell

14.10.2013

Modellclub Eningen: Schmuckkästchen für die Flieger

ENINGEN. »Was lange währt, wird endlich gut«, hieß es am Samstagnachmittag, wenn auch das Wetter sich sehr kalt und neblig präsentierte. Pünktlich zum vierzigsten Geburtstag – der Verein wurde am 12. Oktober 1973 gegründet – ging für den Modellclub Eningen ein lang ersehnter Wunsch in Erfüllung: die Eröffnung eines Fluggeländes, auf dem die knapp siebzig Mitglieder, darunter zwölf Kinder und Jugendliche im Alter zwischen neun und sechzehn Jahren, ihre selbst gebauten Flieger in den Himmel steigen lassen können.

Jeder durfte mal einen kleinen Flieger starten lassen.
»Es erfüllt uns mit Stolz, dass wir es endlich geschafft und dazu noch so ein echtes Schmuckkästchen direkt neben dem Hausberg Achalm und mit Blick auf die Schwäbische Alb bekommen haben«, konstatierte Christof Deutscher. Dies sei Dank Unterstützung und vieler langer und konstruktiver Gespräche mit Gemeinde und Kommunalpolitikern möglich geworden, dankte der Vorsitzende. Mit dem Gelände sei die Zukunft des Vereins gesichert, denn schließlich handle es sich um eine Natursportart. »Jetzt findet die Eninger Jugend eine Heimat und hat zudem kurze Wege hierher«. In den vergangenen beiden Jahren hatten die Mitglieder mehrere Tausend Arbeitsstunden fürs Gelände geleistet, sagte Deutscher und sprach den Helfern und Landwirten, der Feuerwehr und der Gemeinde für die Hilfe Dank aus.

Wünsche nachvollziehbar
»Ein Modellclub ohne Fluggelände ist wie ein Auto ohne Räder«, verglich Alexander Schweizer die Überschrift eines GEA-Berichtes vom August letzten Jahres mit der »bisherigen Realität in Eningen«. Vor sechs Jahren sei er mit diesem Problem erstmals konfrontiert worden und sprachlos gewesen, wie ein Verein über dreißig Jahre bestehen könne ohne seinen Vereinszweck auszuüben.

»Da muss man schon sehr viel Idealismus und Liebe zu seinem Hobby verspüren«, lobte der Bürgermeister anerkennend. Weil er selbst in Jugendtagen Modellboote gebaut hatte, seien für ihn Wünsche und Ziele des Vereins nachvollziehbar gewesen. »Modellbau ist ein tolles Hobby, man lernt so viele Fähigkeiten«, führte der Schultes weiter aus.

Über viele Jahre habe der Modellclub das Gemeindeleben bereichert. Auch im Sommerferienprogramm oder dem Charity-Lauf habe sich der Verein oft beteiligt. Im Gegenzug hatte die Gemeinde den Modellclub zwar mit »schönen Räumen im Dachgeschoss in der Schillerschule« unterstützt, doch das Fluggelände fehlte einfach, sagte Schweizer. Weil in einem dicht besiedelten Raum die Anforderungen für ein Fluggelände schwer zu erfüllen seien, hatte die Verwaltung die Gemarkung über Jahre hinweg immer wieder überprüft: »Wir haben wirklich jeden Stein umgedreht.«

Endlich am Ziel
Heute, vierzig Jahre nach der Gründung sei man endlich am Ziel, freute sich Schweizer und wünscht sich, dass die »Regeln und Übereinkünfte, die so zäh und mühsam ausgehandelt wurden, von allen Mitgliedern respektiert werden«.

Volker Schwarz und Paul Miele, für das Regierungspräsidium Tübingen zuständige Gebietsbeauftragte des Deutschen Modellfliegerverbands, gratulierten und übereichten einen Windsack sowie eine Urkunde für »treu durchgehaltenen Idealismus zum Modellbau«. Schließlich demonstrierte der 18-jährige Lars Wätzig aus Endingen am Kaiserstuhl, Dritter der Deutschen Jugendmeisterschaft im Kunstflug, welche schier unglaublichen Flugmanöver ein versierter Modellflieger mit Hubschraubern oder Flächenmodellen vollführen kann. Auch konnten Interessierte das ganze Wochenende über die Clubräume besichtigen, die ausgestellten Modelle bewundern. Im November beginnt für Kinder dann wieder ein Modellbauprojekt. (lpt)

01 73/8 82 50 02 oder

www.modellclub-eningen.de

 

 

Vom 01. August bis 04. August fand unser Jahresausfulg nach Whyl zu unseren Frunden das "Modellflugteam Adler Whyl" statt.

 

Die Bilder dazu findet Ihr in Kürze in unserem Album

 

08. Juni 2013

An einem sonnigen Samstag im Juni haben wir uns an die Aufbereitung unseres Fluggländes gemacht.

Weitere BILDER findet Ihr in unserem Album unter Aktiviäten.